Die Zählweise

Rally-Point-Zählweise

(1) Punkterwerb: Bei der Rallypoint-Z√§hlweise wird f√ľr jeden Ball¬≠wechsel (‚ÄěRally‚Äú) ein Punkt vergeben.

(2) Aufschlagrecht: Als Aufschl√§ger erh√§lt man beim Gewinn des Ballwechsels einen Punkt, als R√ľckschl√§ger einen Punkt und das Auf¬≠schlagrecht f√ľr den n√§chsten Ballwechsel. Es schl√§gt also stets die Seite auf, die den vorhergegangenen Ballwechsel gewonnen hat.

(3) Stellung im Einzel (wie bisher bei der traditionellen Zählweise): Bei geradem eigenen Punktestand erfolgt Aufschlag von rechts, bei ungeradem von links. Das erste Aufschlagrecht wird ausgelost.

(4) Satzende normal: Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte pro Satz, wobei am Satzende ein Vorsprung von mindestens zwei Punkten erreicht sein muss.
Gilt f√ľr alle Disziplinen, also auch f√ľr Dameneinzel.

(5) Satzende verl√§ngert: Da bei 21:20 der Satz nicht zu Ende ist, wird solange weiter gespielt, bis eine Partei zwei Punkte Vorsprung hat ‚Äď maximal allerdings bis 30 Punkte. Bei 29:29 f√ľhrt der n√§chste Punkt zum Satzgewinn.
Knappstes Satzergebnis ist also 30:29.

(6) Seitenwechsel dritter Satz: In einem dritten Satz sind beim erstma­ligen Erreichen des Punktestandes 11 die Spielfeldseiten zu wechseln.

(7) Pausenregelung: Erreicht in einem Satz die f√ľhrende Partei 11 Punkte, so gibt es eine Pause von einer (1) Minute. Zwischen zwei S√§tzen (erstem zu zweiten, bzw. zweitem zu dritten) gibt es eine Pause von jeweils zwei (2) Minuten. In diesen Pausen darf das Spielfeld und die Umgebung des Spielfeldes verlassen werden.

Die 5-Minuten-Pause vor dem dritten Satz entf√§llt. Regel 16.2 und 16.5.2.

(8) Coachen: Während der Ballwechsel ist Coachen nicht erlaubt.

Diese neue Regelung bedeutet, es darf also nicht nur - wie bisher - in den Ein- bzw. Zwei-Minuten-Pausen gecoacht werden, auch zwischen den Ballwechseln ist durch die hinter dem Feld auf einem Stuhl sitzenden Coaches ein Hereinrufen von Ratschl√§gen erlaubt. Die Ausf√ľhrungsdetails f√ľr den Spielbetrieb im √ĖBV m√ľssen allerdings noch festgelegt werden. Regel 16.5.1.

Regelungen f√ľr die Aufschlagsituation in den Doppeldisziplinen:

(9) Reihenfolge der Aufschlagenden: Das Aufschlagrecht wechselt in folgender Reihenfolge zwischen den Spielern

- Erster Aufschläger bei null beide (beginnt im rechten Aufschlagfeld)

- Partner des ersten R√ľckschl√§gers

- Partner des ersten Aufschlägers

- Erster R√ľckschl√§ger

- Erster Aufschläger usw.

Diese Reihenfolge m√ľssen sich die Spieler merken, sie bleibt w√§hrend des ganzen Satzes unver√§ndert. Regel 11.4.

(10) Punktgewinn Aufschl√§ger: Gewinnt die aufschlagende Partei den Ballwechsel, so schl√§gt der Aufschl√§ger weiter auf. Er wechselt in das andere Aufschlagfeld und schl√§gt auf den Partner des ersten R√ľckschl√§gers auf.

Bei mehreren Punktgewinnen wechselt er also immer zwischen dem rechten und linken Aufschlagfeld wie bei der traditionellen Zählweise. Regel 11.3.1. Wichtig zu merken: Der Punktgewinn nach eigenem Aufschlag ist die einzige Situation nach der es zum Positionswechsel der Partner kommt. Regel 11.1.5.

(11) Punktgewinn R√ľckschl√§ger: a) Gewinnt die r√ľckschlagende Partei den Ballwechsel, so erh√§lt sie Punkt und Aufschlagrecht.
Achtung: b) Die Positio­nen werden weder auf der Verliererseite noch auf der Gewinnerseite gewechselt.

(12) Position: Das Aufschlagfeld aus dem nach Aufschlagwechsel ‚Äď von jenem Spieler der nach (9) dran ist - aufgeschlagen wird, ergibt sich aus der Stellung, in der die Spieler zuletzt standen.  Ein Wechsel der Positionen findet trotz des Punktgewinns nicht statt, da dieser nur nach Punktgewinn bei eigenem Aufschlag erfolgt.
Die Spieler m√ľssen sich zum Einnehmen ihrer Positionen also jeweils (nur) merken, wo sie zuletzt standen und nicht mehr ‚Äď wie bei der traditionellen Z√§hlweise -, wo sie bei null beide gestanden haben.
Die aus der traditionellen Z√§hlweise vertrauten Positionie¬≠rung, wer bei null beide rechts stand, steht bei eigenem geradem Punktestand rechts, gibt es nicht mehr. Es gibt auch keinen ‚Äězweiten Aufschlag‚Äú mehr.